Festspielhaus Hellerau

Zur Streichung der institutionellen Förderung für DEREVO

HELLERAU-Intendant Dieter Jaenicke ist entsetzt über die kurzfristige Streichung der institutionellen Förderung für DEREVO Tanztheater Dresden-St. Petersburg und erklärt dazu:

"Ich bin bekanntlich nie ein Fan der Kunst von Derevo gewesen. Wir haben uns aber aufgrund der langjährigen Förderung Derevos durch die Stadt Dresden, der Installation der Kompanie in HELLERAU und dem uns gegenüber seitens des Kulturamts immer wieder ausdrücklich betonten Wusch die Förderung von HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden für Derevo fortzusetzen, dazu verpflichtet gefühlt, die Kompanie weiter zu fördern (mit 50.000 Euro Festbetrag plus ca 20-25.000 Euro Technik-Support) und am Hause zu halten. Dass eine langjährige Förderung auch beendet werden kann, ist nicht zu kritisieren und dafür kann es gute Gründe geben. Dass die Entscheidung darüber mit einem nur vierwöchigen Vorlauf geschieht, ist aus unserer Sicht aber keine akzeptable Umgangsweise. Über dieses Vorhaben waren wir nicht informiert."

DEREVO ist seit 2003 am Festspielhaus Hellerau ansässig und tritt in Kooperation mit HELLERAU pro Jahr jeweils zu den Osterfeiertagen und in der Weihnachtszeit auf. Im April 2017 war die Wiederaufnahme des DEREVO-Klassikers Islands an den drei Vorstellungsabenden ausverkauft. Ihr Aufführungszyklus Zwischen den Zeiten im Dezember 2017 enthält die Premiere des neuen Stückes Der Strom mit drei Vorstellungen, zwei Wiederaufnahmen, eine Open-Air-Aktion und einen bereits ausverkauften Workshop.

"Die Entscheidung der Stadt gegen DEREVO ist auch eine Entscheidung gegen das Publikum von DEREVO", so Jaenicke abschließend.

Europäisches Zentrum der Künste Dresden