Festspielhaus Hellerau

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32, rue Vandenbranden

Vergangene Termine

  • Fr 18.03.11 20:00
  • Sa 19.03.11 20:00

Peeping Tom

32, rue Vandenbranden

Tanztheater

Peeping Tom, das sind Gabriela Carrizo und Franck Chartier, die mit Alain Platel, Rosas und der Needcompany arbeiteten, bevor sie im Jahr 2000 ihre eigene Kompanie gründeten. Ihre europaweit gefeierten Aufführungen überraschen immer wieder; sie sind nicht kategorisierbar, kompromisslos, hyperrealistisch und traumähnlich zugleich.

Nun sind sie endlich auch in Dresden zu erleben und präsentieren ihre jüngste Produktion, 32, rue Vandenbranden. Rasante Tanzsequenzen, hervorragende Tänzer, eindringlicher Gesang, halsbrecherische Akrobatik und ein außergewöhnliches Bühnenbild - willkommen in der poetischen, skurrilen, melancholischen, aber auch äußerst humorvollen Erzählwelt von Peeping Tom! Vor der kinotauglichen Kulisse einer Schneelandschaft geht es um das menschliche Miteinander, um Einsamkeit, Hoffnungen und Ängste, um Herzschmerz und ums Überleben. Die wandlungsfähige Mezzosopranistin Eurudike De Beul überzeugt mit Bellini ebenso wie mit einem Song von Pink Floyd. Ein Wintermärchen aus Belgien.

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DNN / 21.03.2011

Die 2009 entstandene Produktion "32, Rue Vandenbranden" der Kompagnie Peeping Tom aus Brüssel besitzt Eigenarten, wo einem das Lachen zuweilen im Halse stecken bleibt, erinnert damit auch an Alain Platel. Kein Wunder - mit ihm haben sie alle schon zusammengearbeitet. Ihr Spiel ist eine signifikante Mischung aus skurrilen, bedrohlichen, in der Bewegungssprache fast artistischen Theaterformen, dabei sparsam-lakonisch im Umgang mit Sprache, überraschend in der Präsenz der Sängerin Eurudike De Beul. Sie hat etwas in der Stimme, was an die Seele rührt, egal ob es nun eine italienische Arie oder ein Rock-Song ist. Und das schafft eine Symbiose mit dem Tanz, assoziiert Kraftvolles wie auch Einsamkeit und Verlorenheit.

Hannoversche Allgemeine / 13.09.2010

Warum denn geradlinig, wenn auch im Leben und in der Liebe vieles schräg läuft und wild verbogen ist? [...] Das Regieteam Gabriela Carrizo und Franck Chartier, sie Argentinierin, er Franzose, hat nach seiner preisgekrönten Trilogie „Der Garten“, „Der Salon“ und „Le Sous Sol“ [...] dem flämischen Symboltanz ein locker strukturiertes Meisterstück zugefügt.

tanz / 15.06.2010

Realität und Fantasie bilden parallele Welten, zwischen denen sie mühelos hin und her springen. Durch die Scheiben schauend, wird das Publikum zum Voyeur wie vorher schon im Garten, im Salon oder im Kellergeschoss. Alle Szenen sind aber nur Vorwand für atemberaubende tänzerische Einlagen oder De Beuls magische Präsenz, die auf dem Hausdach bald ins Animalische abdriftet. Verloren in Raum und Zeit ist dieser Mikrokosmos, ohne Erinnerungen oder Zukunft. Sie kennen weder Sinn noch Moral, und gerade deshalb sind ihre Ängste uns so nah, etwa von Raubvögeln angegriffen zu werden. Irgendwie wohnen wir alle in der Vandenbrandenstraße.

Eine Produktion von Peeping Tom in Koproduktion mit KVS Brüssel, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt am Main, Le Rive Gauche Saint-Etienne-du-Rouvray, La Rose des vents – scène nationale Lille Métropole - Villeneuve D’Asq, Theaterfestival Boulevard ´s-Hertogenbosch, Theaterhaus Gessnerallee Zürich, Cankarjev Dom Ljubljana, Charleroi/Danses, Centre chorégraphique de la Communauté française de Belgique. Mit Unterstützung der Flämischen Regierung. Besonderen Dank dem Théâtre de la Ville, Paris.

Dauer: 80 min ohne Pause

Europäisches Zentrum der Künste Dresden